Geschichte: Der Tod und das Knäckebrot

Geschichte: Der Tod und das Knäckebrot

Es war einmal – oder war es nicht? Es muss doch etwas gewesen sein, wenn man davon erzählt.

Es war einmal ein Mann und eine Frau, die hatten ein einziges Kind, einen Jungen.

Arm waren sie!

Der Mann plackte sich ab von früh bis spät, und doch konnten sie ihr Leben nur mit Müh‘ und Not von einem Tag zum andern fristen. 

Wie es war und wie es nicht war – eines Tages wurde der Mann krank.

Seine Frau pflegte ihn, so gut sie konnte, sie arbeitete für zwei, aber dem Mann ging es nur immer schlechter.

„Ach“, sagte die Frau da, „der Tod macht sich bereit. Was soll ich nur anfangen?“

Mutter und Kind wachten des nachts bei dem Kranken. Der schlief.

„Mutter, wacht er nicht bald auf? Er schläft schon so lange?“ –

„Ich weiß nicht, mein Kind.“ Nachdem sie eine kleine Weile still dagesessen hatten, sagte der Kleine: “Mutter?“ – „Ja?“ – „Hast du ein bisschen Knäckebrot für mich?“ – „Ach nein, ich habe rein gar nichts im Hause. Bist du hungrig?“ – „Nein, aber wenn ich Knäckebrot knabbere, hört es der Vater vielleicht und wacht auf!“ – „Liebes Kind, wir wollen abwarten. Vielleicht morgen. Aber nun geh schlafen!“

 

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Der Junge aber ging nicht zu Bett, er stahl sich aus dem Haus, nur das Nachthemd auf dem Leib.

Es war Winter und bitter kalt. Von Hof zu Hof ging er: „Liebe Leute, gebt mir ein Stück Knäckebrot! Mein Vater schläft so fest, ich muss ihn wecken.“

Aber wohin er auch kam – nirgends gab man ihm etwas: “Mach, dass du fortkommst! Jetzt ist nicht die rechte Zeit zum Betten! Alle sind wir arm.“

Endlich kam er zu einem Hof, da gab man ihm ein Stück Brot.

Aber das war weiches Brot: „Nein“, sagte er, „das ist nicht das Richtige. Ich muss Knäckebrot haben, so dass mein Vater es hört, wenn ich daran knabbere. Vielleicht wacht er dann auf. Er schläft so fest.“

Und damit ging er weiter.

Bald war er in allen Häusern des Dorfes gewesen und hatte doch nichts bekommen.

Traurig wollte er schon nach Hause gehen, da entdeckte er noch ein Licht weit in der Ferne.

Und frohen Mutes ging er darauf zu. Er fand ein kleines Haus und trat ein.

Drinnen saß ein alter Mann und schärfte seine Sense. „Guten Tag, lieber Mann!“ sagte der Junge. – „Guten Tag.“ – „Was willst du denn mit einer Sense mitten im Winter. Jetzt gibt es doch nichts zu ernten?“ – „Meine Ernte reift im Winter wie im Sommer. „ – „Du musst ein sonderbarer Mann sein. Aber sag, willst du mir ein Stückchen Knäckebrot geben? Mein Vater schläft so fest. Aber wenn ich Knäckebrot knabbere – vielleicht wacht er dann auf und will auch ein Stück.“ –

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„So, so. Nun gut! Vor einiger Zeit kam eine alte Frau zu mir, die ließ diese Tüte mit Knäckebrot hier. Die kannst du nehmen.“ – „Aber was ist, wenn die Frau zurückkommt und ihre Tüte wiederhaben will?“ – „Nein, die kommt nicht zurück.“, sagte der Mann und schaute auf seine Sense. „Die nimm nur. Aber komm, jetzt müssen wir gehen. Wir haben den gleichen Weg.“

Sie gingen, und bald schon waren sie zu Haus bei dem Kranken.

Und gleich kniete der Junge nieder neben dem Bett des Vaters und fing an, Knäckebrot zu knabbern.

Das knisterte und knackte, aber der Kranke rührte sich nicht. „Da, lieber Ohm, nimm du doch auch ein Stück von dem Brot und beiß‘ ab! Vielleicht hört der Vater das und wacht auf!“

Und der Tod nahm ein Stück Brot, setzte sich und aß.

Das knisterte und knackte so herrlich lebendig in dem ganzen Zimmer.

Der Sand in der Lebensuhr des Kranken aber rann und rann – und mit dem Sand zerrann seine Lebenszeit. Das eine der Gläser war fast leer, schon rannen die letzten Körner hinaus.

Der Tod aber war so beschäftigt, sein Knäckebrot zu knabbern, dass er ganz vergaß, just in dem Augenblick mit seiner Sense zuzuschlagen, als der letzte Sand aus dem Stundenglas rann, und da hatte er die rechte Zeit verpasst, wo der Kranke sterben sollte.

Und nun hatte er keine Macht mehr über ihn, und er stand auf, ging leise hinaus und verschwand in der Nacht. Und da, ganz allmählich erwachte der Mann. Sein Leben kehrte zurück.

„Mein lieber Junge. Wie gut sich das anhört, wenn du Knäckebrot knabberst.“ sagte er.

„Gib mir doch auch ein Stück.“ Nur zu gern brach der Junge ein Stück von dem Brot und gab es dem Vater, und glücklich knabberten sie miteinander.

„Siehst du, Mutter, hab‘ ich nicht recht gehabt? Der Vater ist aufgewacht! Jetzt ist es schon wieder von dem guten Brot!“ Ja, und damit ist das Märchen zu Ende.

 

 

Zigeuner-Märchen aus Schweden, Erzähl-Fassung Heinrich Dickerhoff, nach: Taikon erzählt.

Das Geschenk des Rabbi

Das Geschenk des Rabbi

Die Geschichte berichtet von einem Kloster, das durch harte Zeiten ging.

Vormals gehörte es zu einem großen Orden; dann jedoch, als ein Ergebnis von gegen die Kirche und die Klöster gerichteten Strömungen des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts, und ebenso als eine Folge des Säkularismus im neunzehnten Jahrhundert, gingen nach und nach alle Bruder-Häuser verloren, und der Orden schrumpfte zusammen auf dieses letzte Haus mit seinen verbliebenen 5 Mönchen, die das Mutterhaus bevölkerten: der Abt und vier andere, alle über siebzig Jahre alt.

Ganz deutlich – es war ein sterbender Orden.  In den tiefen Wäldern, die das Kloster umgaben, lag eine kleine Hütte, die alle ab und an von einem Rabbi aus der nahen Stadt als Einsiedelei genutzt wurde.

Durch die vielen Jahre, die sie im Gebet und in der Kontemplation vor Gott verbrachten, hatten die alten Mönche auf wunderliche Weise nahezu übersinnliche Wahrnehmungen, so dass sie jedesmal ahnen konnten, wenn der Rabbi in den Wäldern war. „Der Rabbi ist im Wald, der Rabbi ist wieder im Wald“, wisperten sie einander zu.

Weil er sich zutiefst über den Rückgang  und bevorstehenden Tod seines Ordens sorgte, kam es dem Abt in den Sinn, den Rabbi in seiner Einsiedelei aufzusuchen, als der einmal wieder in den Wäldern weilte. Es schien ihm, dass der Rabbi ihm möglicherweise einen klugen Rat geben konnte, wie das Sterben des Ordens doch noch zu verhindern sei.

Der Rabbi hieß den Abt in seiner Hütte willkommen.

 

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Als der Abt ihm jedoch den Grund seines Besuches vorgetragen hatte, konnte der Rabbi nur sehr tief und betrübt Anteil nehmen an dem Geschick. „Ich weiß, wie das ist“, erklärte er. „Der Geist hat die Menschen verlassen. In meiner Stadt ist es genau dasselbe. Fast niemand kommt mehr zur Synagoge“, berichtete er.

Und der Abt und der Rabbi weinten miteinander.

Dann lasen sie Abschnitte aus der Torah und hatten miteinander tiefe Gespräche.

Als die Zeit kam, dass der Abt gehen musste, umarmten sie einander. „Es war ein wunderbares Geschenk, dass wir einander nach all den Jahren begegnen konnten“, sagte der Abt, „dennoch habe ich für die Lösung unseres Problems hier keinerlei Ansatz gefunden. Ist da denn gar nichts, was Du mir sagen könntest? Gibt es nicht den leisesten Rat, den Du mir geben könntest, damit ich meinen sterbenden Orden retten könnte?“ „Nein, es tut mir sehr leid“, antwortete der Rabbi. „Ich kann Dir keinen Rat geben. Das einzige, was ich Dir sagen kann, ist, dass der Messias einer von Euch ist.“

Als der Abt zum Kloster zurückkehrte, scharten sich seine Brüder um ihn mit der Frage: „Nun, was hat der Rabbi gesagt?“ „Er kann uns nicht helfen“, antwortete der Abt. „Wir konnten nur miteinander beten und die Torah studieren. Das einzige, was er sagte, ganz kurz bevor ich ihn verließ – es hörte sich ziemlich rätselhaft an – war, dass der Messias einer von uns sei. Ich habe keine Ahnung, was er damit meinte.“

In den Tagen und Wochen und Monaten, die darauf folgten, grübelten die alten Mönche darüber nach und wunderten sich, ob da nicht irgendeine versteckte Weisheit an den Worten des alten Rabbi gewesen ein konnte.

Der Messias soll einer von uns sein?

Könnte er möglicherweise einen von uns Mönchen hier im Kloster damit gemeint haben?

Ja, falls er irgendeinen gemeint haben sollte, meint er sicherlich den Vater Abt. Er ist unser Leiter seit mehr als einer Generation.

Andererseits, er könnte auch Bruder Thomas gemeint haben. Wirklich, Bruder Thomas ist ein heiliger Mann. Jeder weiß, dass Thomas ein Mann des Lichts ist.

Ganz sicher hat er nicht Bruder Eldred gemeint! Eldred wird recht oft nörgelig. Allerdings, wenn man genau darüber nachdenkt: Auch wenn er häufig genug ein Dorn im Fleisch der Leute ist – wenn man es ganz genau betrachtet, hat Eldred tatsächlich immer recht. Manchmal sogar sehr recht. Könnte sein, dass der Rabbi tatsächlich Bruder Eldred gemeint hat.

Ganz sicher hat er jedoch nicht Bruder Phillip gemeint. Phillip ist so passiv, ein regelrechter niemand. Allerdings, auf recht mysteriöse Art und Weise hat Bruder Phillip die Gabe, genau dann aufzutauchen, wenn man ihn am nötigsten braucht. Er taucht genau dann wie durch Zauberhand jedesmal auf.

Vielleicht ist Phillip der Messias?!

Allerdings: Der Rabbi könnte mich am wenigsten gemeint haben. Ich bin nur eine ganz gewöhnliche Person.

Allerdings: Nehmen wir mal an, er hätte doch mich gemeint? Stell Dir vor, ich sei der Messias?! Oh Gott, nicht ich. Ich könnte in Deinem Leben nie soviel bedeuten, oder…?!

Während sie diese Gedanken hin und her bewegten, begannen die alten Mönche einander mit außerordentlichem Respekt zu behandeln, immerhin war die Chance ja groß, dass einer von ihnen der Messias war.

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Und trotz der nur winzig, winzig kleinen Chance, dass jeder von ihnen selbst der Messias sein könnte, begannen sie auch, sich selbst mit außerordentlichem Respekt zu behandeln.

Weil der Wald, in dem das Kloster lag, von großer Schönheit war, kamen gelegentlich Leute vorbei, um im alten Klostergarten ein Picknick zu halten, auf den gepflegten Wegen des alten Rosengartens zu wandern, oder sogar ganz, ganz manchmal in der baufälligen alten Kapelle zu meditieren.

Und wenn sie das taten, nahmen sie wahr, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu werden, welch einen außerordentlichen Respekt an diesem Ort einer dem anderen entgegenbrachte, und wie sehr das zur Ausstrahlung des Klosters beitrug.

Da war etwas merkwürdig Anziehendes in der Atmosphäre dieses Ortes.

Ohne sich zu fragen warum, kehrten die Leute gern und häufiger zu diesem Haus zurück, um zu picknicken, zu spielen und zu beten. Sie begannen, ihre Freunde mitzubringen, um ihnen zu zeigen, was für ein außerordentlicher Ort das sei.

Und die Freunde brachten ihre Freunde.

Und dann geschah es, dass einige der jüngeren Männer, die das Kloster besuchten, sich in immer längere und tiefere Gespräche mit den alten Mönchen einließen.

Nach einiger Zeit fragte einer, ob er bitte bleiben und zu ihrem Orden gehören dürfe. Dann ein anderer. Und ein weiterer.

Und innerhalb einiger Jahre ist das Kloster wieder zu einem blühenden Orden geworden und, dank des Rabbi’s Geschenk, zu einem pulsierenden Zentrum von Licht und Geistlichkeit in der ganzen Gegend.

Verfasser unbekannt

Die Weisheit des Universums

Die Weisheit des Universums

Vor langer Zeit …

… überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären.

Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug sein würden.

Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken.

Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. 

Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken.

Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

Dann äußerte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: „Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen.“

Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.

Ein orientalisches Märchen

Dieses Märchen hat mich schon immer beeindruckt.

Und ich weiß auch nicht, warum ich mich schon von klein auf für das Universum und das Unergründliche interessierte. Für mich gab es eben nichts Spannenderes, als die tiefsten Tiefen des Menschseins auszuloten und mich selbst zu erforschen.

Liegt wohl mit an der Tatsache, dass ich vom Sternzeichen her Skorpion bin.

Und mein Aszendent? Ja, der is auch Skorpion. Also der „Doppel-Wopper“.

Wann ich allerdings jemals „reif“ sein werde, weiß ich heute auch noch nicht.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Aber das Bemühen und Dran-Bleiben hat ja auch schon mal was für sich.

Und was hab‘ ich da vor Kurzem gehört: „Perfektion entsteht durch unsere Fehler!“. Na, also! Stay easy!

Wobei ich im Perfektionismus eher unser Bedürfnis nach Vervollkommnung sehe. Na was soll’s!

Aber wie siehst Du das?

Schreib‘ mir doch gerne unten in die Kommentare, was Du schon über die Weisheit des Universums in Dir herausgefunden hast.

Liebe Grüße

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Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Eine meiner Lieblingsgeschichten hilft uns, die Dinge mal wieder etwas anders zu sehen. Hier die Geschichte über Zwillinge im Mutterleib, die einen interessanten Dialog führen:

Zwillinge

Im Mutterleib wuchsen Zwillinge heran. In dem Maße wie ihr Bewusstsein sich entwickelte, stieg auch ihre Freude:

„Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?“, sagte eines Tages der eine zum anderen.

„Oh ja“, meinte der Angesprochene, und plantschte ein wenig mit seinen kleinen Händchen durch das Wasser, in dem sie schwammen, so dass es kleine Wellen schlug.

Die Zwillinge begannen im Laufe der Zeit ihre Welt zu entdecken.

Dabei fanden sie auch die Schnur, die sie mit ihrer Mutter verband und ihnen Nahrung gab.

Beglückt sagten sie: „Wie groß ist doch die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!“ So vergingen die Wochen und sie bemerkten, wie sie sich veränderten. „Was bedeutet es, dass wir uns im Laufe der Zeit so verändern?“ fragte der eine den anderen.

Der antwortete: „Das bedeutet, dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald dem Ende zugeht.“

„Aber ich will doch gar nicht gehen,“ entgegnete der zweite, und fügte hinzu: “Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?” “Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet.”

“Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?”.

“Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?”.

“So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee! Es gibt doch eine Nabelschnur, die uns ernährt und die ist ja jetzt schon zu kurz zum Herumlaufen.“

“Doch es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders!”.

„Wir werden unsere Lebensschnur verlieren. Wie aber sollen wir ohne sie leben? Vielleicht haben andere vor uns schon diesen Mutterschoß verlassen, doch keiner von ihnen ist zurückgekommen und hat uns gesagt, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Nein, die Geburt ist das Ende, da bin ich mir ganz sicher!“

“Es ist noch nie einer zurückgekommen von “nach der Geburt“. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, danach ist alles dunkel und Quälerei“.

So fiel der eine, der Pessimistische von beiden, in einen tiefen Kummer und sagte: „Wenn die Empfängnis mit der Geburt endet, welchen Sinn hat dann das Leben im Mutterschoß? Es ist sinnlos. Vielleicht gibt es gar keine Mutter?“

„Aber sie muss doch existieren“, protestierte der andere, „wie sollten wir sonst hierher gekommen sein? Und wie könnten wir am Leben bleiben? Auch wenn ich nicht genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen“.

“Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Sag mir, hast du je unsere Mutter gesehen?“ fragte der erste,

„Möglicherweise lebt sie nur in unserer Vorstellung, und wir haben sie uns bloß ausgedacht, damit wir unser Leben dann besser verstehen können. Wo ist sie denn bitte?“

“Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein“.

“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht“.

„Doch! Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“

So waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großen Ängsten.

Schließlich kam der Moment der Geburt.

Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie die Augen und was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume und Vorstellungen.

Verfasser unbekannt

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Welche Sicht hast Du auf die „Welt“?

Bist Du auch eher ein Skeptiker oder hältst Du Dir einige Optionen offen. Ganz nach dem Motto: Man weiß ja nie?

Was bedeutet denn die Geschichte für Dich?

Ich freue mich, wenn Du mir Deine Meinungen unten im Kommentar zukommen lässt.

Alles Liebe.

P. S.: Ich freue mich auch sehr, wenn Du mir Deine persönliche Lieblingsgeschichte zukommen lässt, die Du irgendwann mal, irgendwo gefunden hast. Denn ich sammle und liebe Geschichten.;). Schreib‘ mir einfach an kontakt@zeitwellen.life

 

Die stolzen Mütter

Die stolzen Mütter

Heute habe ich Dir eine Geschichte von Leo N. Tolstoi mitgebracht, die von 3 Müttern handelt, die alle, mehr oder weniger ganz stolz auf ihre Jungs sind. Jedes der Kinder hat so seine Talente und ein Junge ein ganz besonderes …!

Die stolzen Mütter

Es waren einmal drei Frauen, die am Brunnen standen, um Wasser zu schöpfen.

Ein alter Mann saß ebenfalls dort und hörte den Frauen zu, wie sie über ihre Söhne sprachen:

„Mein Sohn ist der geschickteste und wendigste Junge im ganzen Dorf!“ ließ die erste Frau die anderen wissen.

„Und meiner kann singen wie eine Nachtigall, dass jedem warm ums Herz wird.“

Die dritte Frau schwieg. „Warum sagst du nichts?“, wollten die anderen zwei wissen.

„Mein Sohn ist ein ganz gewöhnlicher Junge, ohne außergewöhnliche Talente. Aber ich hoffe, dass er zu einem guten Menschen heranwächst.“

Nachdem die drei Frauen ihre Eimer gefüllt hatten, machten sie sich auf dem Rückweg. Der alte Mann spazierte hinter ihnen her.

Aufgrund der schweren Last legten die Frauen schon nach kurzer Zeit eine Pause ein. Da kamen ihnen ihre Söhne entgegen.

Der erste stellte sich auf die Hände und schlug Rad um Rad. „Was für ein geschickter Junge!“ riefen die zwei anderen Frauen.

Der zweite Junge mit der Stimme einer Nachtigall sang ein wunderschönes Lied, und die Frauen lauschten ihm mit Tränen in den Augen.

Der dritte Junge ergriff wortlos die beiden Eimer seiner Mutter und trug sie heim.

Die Frauen sahen den alten Mann und fragten ihn: „Was sagst du zu unseren Söhnen?“ „Eure Söhne? Ich habe nur einen einzigen Sohn gesehen!“

—–

Kennst Du solch‘ einen Menschen?

Kennst Du auch solche Menschen, die einfach „machen“, was gemacht werden muss?

Die anpacken ohne großes Gedöns?

Die einfach hinschauen und erkennen, was jetzt dran ist? Was jetzt wichtig ist?

Was wesentlich ist, ohne sich von ihren Ängsten, Befürchtungen oder Talenten verblenden zu lassen?

Kennst Du so jemanden?

Oder bist Du vielleicht auch ab und zu solch‘ ein Mensch?

Ich kenne so einen Menschen, der mich immer wieder an’s Wesentliche erinnert und diesem ist als Dank für sein So-Sein dieser Blog-Artikel gewidmet.

Alles Liebe.

P. S.: Ich freue mich sehr, wenn Du mir Deine persönliche Lieblingsgeschichte zukommen lässt, die Du irgendwann mal, irgendwo gefunden hast. Denn ich sammle und liebe Geschichten.;)

 

Wie Glaubenssätze wirken …

Wie Glaubenssätze wirken …

Glaubenssätze…

„Das darfst du nicht“, sagte der Vater. Gläubig blicke der Kleine zu ihm auf und ließ es sein.

„Dafür bist zu klein“, erklärte die Mutter. Respektvoll zog er sich zurück.

„Auch dies ist nicht gut“ erzog ihn der Vater.

„Und jenes nicht recht“, erzog ihn die Mutter.

„Wenn große Leute sprechen, sagen Kinder nichts“, ermahnte man ihn. Also schwieg er bescheiden.

„Gib dich nicht so dumm!“, rügte der Lehrer. Und der Junge ließ das Fragen.

„Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen.

Das munterte ihn gar nicht auf.

„Sitz nicht im Hause herum!, rügte der Vater. „Was suchst du auf der Straße?“, rügte die Mutter.

„Er scheint mir verklemmt“, meinte der Arzt.

„Verschlossen!“, sagte der Lehrherr.„Verträumt.

„Was soll aus ihm werden?“ „Kann ich nicht brauchen“, urteilte der Chef.

„Vergrämt mir die Kundschaft. Spricht kaum. Keinen eigenen Kopf. Fragt aber auch nichts. Seltsamer Kauz!“

„Organisch gesund!“ sagte der Arzt.

„Und war so ein hübsches Kind. Alles kümmerte sich um ihn: die Familie, die Schule, nichts fehlte ihm. Aber er wird mit dem Leben nicht fertig. Die Armen Eltern”, flüsterten die Nachbarn.

(unbekannt)

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In Dir steckt mehr, als Du denkst:

Wenn Du all‘ das glaubst, was andere über Dich denken, kann es leicht passieren, dass Du Deinen Glauben an Dich verlierst.

Das führt dann zu Stress, Unzufriedenheit und Minderwertigkeitsgefühlen.

Doch Du bist besser, als Du glaubst und in Dir steckt auch mehr als Du ahnst.

Du hast es nur vergessen. Fang‘ an, Dich wieder zu erinnern:

  • an Deine Begabungen und Talente,
  • an Deine Schönheit und Deine Güte
  • an Dein wahres Sinn und Deine Bestimmung

Dann kannst Du ein wirklich bedeutungsvolles Leben führen, das zu Dir passt. Dann wirst Du zum wahren Gestalter Deines Lebens nach Deinen Bedürfnissen und Wertvorstellungen. Dann kann Dein Leben echt Spaß machen!;) 

 

Alles Liebe.

 

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