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Volltreffer! Die Macht der Bewertungen

von | Jun 8, 2019 | Stress abbauen | 0 Kommentare

Heute möchte ich Dir eine gaaanz kurze Geschichte erzählen, die von 2 Pfeilen handelt. Diese Geschichte erzählt wohl selbst der Dalai Lama sehr gerne. Und ich auch;)

Ein Mann wird von einem Pfeil getroffen. Das tut weh und hat womöglich eine böse Verletzung zur Folge. Und nun schießt der Mann selbst einen zweiten Pfeil auf sich ab:

Er flucht, verzweifelt, klagt. Er fügt sich selbst weiteres Leid zu.

Der Schmerz des 1. Pfeils ist unvermeidbar.
Der Schmerz des 2. Pfeils ist selbstgemacht und daher oft vermeidbar.

……

Da haben wir also mehr Macht , als wir glauben.

 

Der 1. Pfeil:

Der 1. Pfeil beschreibt die Tatsache, dass wir im Leben sehr oft leidhafte und damit schmerzliche Erfahrungen machen:

  • Liebeskummer

  • alte Verletzungen

  • Umbrüche

  • Fehler, die wir gemacht haben

  • Menschen, die wir verletzt haben und Menschen, die uns verletzten

  • Dinge, die nicht so pralle gelaufen sind

  • Sachen, die wir heute bedauern

  • unerfüllte Wünsche

  • Worte, die wir nicht so meinten 

  • misslungene Unternehmungen oder Projekte

  • Enttäuschungen aufgrund zu hoher Erwartungen 

  • Trauer aufgrund von schmerzlichen Verlusterfahrungen eines geliebten Menschen oder Tieres.

  • wir werden krank

  • die ausstehende Beförderung bekommt ein anderer

  • ein geliebter Mensch stirbt

  • eine Unternehmung misslingt

  • Deine Erwartungen werden nicht erfüllt

  • Du wirst nicht beachtet

  • Du kämpfst mit dem Älterwerden und den damit einhergehenden Veränderungen

Doch all das Leidhafte und Schmerzliche hat uns auch reifer und stärker werden lassen. Das Problem an all’ diesen leidvollen Erfahrungen ist also nicht die Erfahrung selbst. Es ist das Festhalten an und das sich „Nicht-Lösen-Können“ von diesen Erfahrungen.

Das ist aber noch nicht das eigentliche Problem, denn den wahren Stress verursacht das Folgende: das Abschießen des 2. Pfeils.

Der 2. Pfeil ist Deine Bewertung des 1. Pfeils

Der größte Teil unseres Leidens und damit Stresses entsteht durch unsere 2. Pfeile! Das sind die Pfeile, die wir uns selbst durch unsere Reaktionen, unsere Bewertungen und unsere Urteile zufügen.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf.

Wie wir Situationen wahrnehmen und bewerten, hat großen Einfluss darauf, ob wir etwas als leidvoll und damit stressig erleben oder nicht.

Wenn wir befreiter leben wollen und damit entspannter und relaxter, dann ist es notwendig, stressverschärfende Gedankenmuster und Einstellungen zu erkennen und förderlichere Gedanken zu entwickeln.

Aber was genau ist der 2. Pfeil?
Nehmen wir mal an, Du gehst nachts durch Dein Schlafzimmer. Und weil Du zu faul bist, das Licht anzumachen, stößt Du Dir Deinen Zeh an einem Spielzeug, das Dein 8-jähriger Sohn liegen gelassen hat.

Der Schmerz – das Anhauen des Zehs – (1. Pfeil) ist unvermeidlich. Doch zu dem Schmerz gesellt sich nun noch Ärger (2. Pfeil):
„Warum kann der niiieee seine Sachen aufräumen. Ich habe ihm das schon hundertmal gesagt. Er hört einfach nicht auf mich. Wahrscheinlich bin ich ein schlechter Vater. Meiner war auch nicht besser (etc. etc. etc.) … Mist!“

Und was wirklich interessant ist: die meisten unserer „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ treten dann ein, wenn nirgendwo ein erster Pfeil zu sehen ist.

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Wie das?

Rick Hanson beschreibt in seinem Buch „Das Gehirn des Buddha“ diesen Umstand sehr eindrücklich. Denn „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ folgen oft auf Situationen, die eigentlich positiv sind.

Wenn Dir jemand ein Kompliment macht, ist das eine positive Situation.
Aber dann reagierst Du vielleicht mit Nervosität oder Scham und fängst an zu denken: „Oooh, was will der jetzt von mir? Soll ich was machen? Oh nein, ich bin kein guter Mensch…vielleicht wird er herausfinden, wie ich wirklich bin…!“ usw. usw.

Du schießt selbst einen Pfeil auf Dich ab und hast damit einen unbewussten VOLLTREFFER erzielt. Das sorgt für Stress, der ab vermeidbar wäre.
Doch so soll es ja nicht bleiben!

Vielleicht magst Du ja einen bewussteren VOLLTREFFER landen?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Du förderlichere oder dienlichere Einstellungen und Gedanken zu Dir selbst oder dem Leben entwickeln kannst.

Einige davon kommen aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie.

Es hängt auch davon ab, welche Erfahrungen Du in Deinem bisherigen Leben gemacht hast, wie Du mit Stress im Allgemeinen umgehst, was für ein Typ Mensch

Du bist, wie Du sozialisiert wurdest, was Deine Eltern Dir mit auf den Weg gegeben haben, wie Deine Werte aussehen usw. Es braucht vielleicht auch hier ein paar Umwege, wie die folgenden Zeilen zeigen, aber am Ende ist alles gut.
Aber Du weißt ja: Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!

Welche Wege hast Du denn in der Zwischenzeit gefunden, um mit Deinen 1. Pfeilen anders umzugehen? Schreib’ mir hier gerne in die Kommentare;)

Ich wünsche Dir eine tolle Woche.

Alles Liebe

Jeanette

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