Volltreffer! Die Macht der Bewertungen

Volltreffer! Die Macht der Bewertungen

Heute möchte ich Dir eine gaaanz kurze Geschichte erzählen, die von 2 Pfeilen handelt. Diese Geschichte erzählt wohl selbst der Dalai Lama sehr gerne. Und ich auch;)

Ein Mann wird von einem Pfeil getroffen. Das tut weh und hat womöglich eine böse Verletzung zur Folge. Und nun schießt der Mann selbst einen zweiten Pfeil auf sich ab:

Er flucht, verzweifelt, klagt. Er fügt sich selbst weiteres Leid zu.

Der Schmerz des 1. Pfeils ist unvermeidbar.
Der Schmerz des 2. Pfeils ist selbstgemacht und daher oft vermeidbar.

……

Da haben wir also mehr Macht , als wir glauben.

 

Der 1. Pfeil:

Der 1. Pfeil beschreibt die Tatsache, dass wir im Leben sehr oft leidhafte und damit schmerzliche Erfahrungen machen:

  • Liebeskummer

  • alte Verletzungen

  • Umbrüche

  • Fehler, die wir gemacht haben

  • Menschen, die wir verletzt haben und Menschen, die uns verletzten

  • Dinge, die nicht so pralle gelaufen sind

  • Sachen, die wir heute bedauern

  • unerfüllte Wünsche

  • Worte, die wir nicht so meinten 

  • misslungene Unternehmungen oder Projekte

  • Enttäuschungen aufgrund zu hoher Erwartungen 

  • Trauer aufgrund von schmerzlichen Verlusterfahrungen eines geliebten Menschen oder Tieres.

  • wir werden krank

  • die ausstehende Beförderung bekommt ein anderer

  • ein geliebter Mensch stirbt

  • eine Unternehmung misslingt

  • Deine Erwartungen werden nicht erfüllt

  • Du wirst nicht beachtet

  • Du kämpfst mit dem Älterwerden und den damit einhergehenden Veränderungen

Doch all das Leidhafte und Schmerzliche hat uns auch reifer und stärker werden lassen. Das Problem an all’ diesen leidvollen Erfahrungen ist also nicht die Erfahrung selbst. Es ist das Festhalten an und das sich „Nicht-Lösen-Können“ von diesen Erfahrungen.

Das ist aber noch nicht das eigentliche Problem, denn den wahren Stress verursacht das Folgende: das Abschießen des 2. Pfeils.

Der 2. Pfeil ist Deine Bewertung des 1. Pfeils

Der größte Teil unseres Leidens und damit Stresses entsteht durch unsere 2. Pfeile! Das sind die Pfeile, die wir uns selbst durch unsere Reaktionen, unsere Bewertungen und unsere Urteile zufügen.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf.

Wie wir Situationen wahrnehmen und bewerten, hat großen Einfluss darauf, ob wir etwas als leidvoll und damit stressig erleben oder nicht.

Wenn wir befreiter leben wollen und damit entspannter und relaxter, dann ist es notwendig, stressverschärfende Gedankenmuster und Einstellungen zu erkennen und förderlichere Gedanken zu entwickeln.

Aber was genau ist der 2. Pfeil?
Nehmen wir mal an, Du gehst nachts durch Dein Schlafzimmer. Und weil Du zu faul bist, das Licht anzumachen, stößt Du Dir Deinen Zeh an einem Spielzeug, das Dein 8-jähriger Sohn liegen gelassen hat.

Der Schmerz – das Anhauen des Zehs – (1. Pfeil) ist unvermeidlich. Doch zu dem Schmerz gesellt sich nun noch Ärger (2. Pfeil):
„Warum kann der niiieee seine Sachen aufräumen. Ich habe ihm das schon hundertmal gesagt. Er hört einfach nicht auf mich. Wahrscheinlich bin ich ein schlechter Vater. Meiner war auch nicht besser (etc. etc. etc.) … Mist!“

Und was wirklich interessant ist: die meisten unserer „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ treten dann ein, wenn nirgendwo ein erster Pfeil zu sehen ist.

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Wie das?

Rick Hanson beschreibt in seinem Buch „Das Gehirn des Buddha“ diesen Umstand sehr eindrücklich. Denn „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ folgen oft auf Situationen, die eigentlich positiv sind.

Wenn Dir jemand ein Kompliment macht, ist das eine positive Situation.
Aber dann reagierst Du vielleicht mit Nervosität oder Scham und fängst an zu denken: „Oooh, was will der jetzt von mir? Soll ich was machen? Oh nein, ich bin kein guter Mensch…vielleicht wird er herausfinden, wie ich wirklich bin…!“ usw. usw.

Du schießt selbst einen Pfeil auf Dich ab und hast damit einen unbewussten VOLLTREFFER erzielt. Das sorgt für Stress, der ab vermeidbar wäre.
Doch so soll es ja nicht bleiben!

Vielleicht magst Du ja einen bewussteren VOLLTREFFER landen?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Du förderlichere oder dienlichere Einstellungen und Gedanken zu Dir selbst oder dem Leben entwickeln kannst.

Einige davon kommen aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie.

Es hängt auch davon ab, welche Erfahrungen Du in Deinem bisherigen Leben gemacht hast, wie Du mit Stress im Allgemeinen umgehst, was für ein Typ Mensch

Du bist, wie Du sozialisiert wurdest, was Deine Eltern Dir mit auf den Weg gegeben haben, wie Deine Werte aussehen usw. Es braucht vielleicht auch hier ein paar Umwege, wie die folgenden Zeilen zeigen, aber am Ende ist alles gut.
Aber Du weißt ja: Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!

Welche Wege hast Du denn in der Zwischenzeit gefunden, um mit Deinen 1. Pfeilen anders umzugehen? Schreib’ mir hier gerne in die Kommentare;)

Ich wünsche Dir eine tolle Woche.

Alles Liebe

Jeanette

Stressige Zeiten?

Stressige Zeiten?

Ein häufiges Hindernis auf unserem Weg zu mehr Gesundheit und Gelassenheit ist zu viel STRESS. Jeder Mensch erlebt Stress anders und für jeden sind andere Situationen stressig.

Nicht jeder Mensch reagiert in der gleichen Situation gleich.

Was den einen stresst, macht dem anderen gar nichts aus. Doch Du kannst lernen, mit dem Stress besser umzugehen und sogar von ihm lernen, ein relaxtes und entspanntes Leben zu führen.

Denn: Ob Du etwas als stressig erlebst oder nicht, hängt von Deiner Einstellung ab. Und die kannst Du ändern!

Die Stresslehre – effektive Stressbewältigung

Man kann vereinfacht sagen, dass es 2 Arten von Stress gibt:

  1. EU-Stress

  2. Dis-Stress

Eu-Stress wird vom Menschen als positiv, als anregend erlebt, z. B. eine überwältigende Hochzeit, eine schöne Geburtstagsparty, ein profitabler Vertragsabschluss, eine lang ersehnte Gehaltserhöhung, die Geburt eines Kindes.

Eu-Stress befähigt unserem Organismus optimal zu handeln. Er macht uns kreativ und lässt uns die Schönheit in allem erkennen. Eu-Stress beflügelt.

Dis-Stress wird als negativ erlebt, weil die Ressourcen eines Menschen, seine Fähigkeiten, seine Konstitution, sein Gesamtzustand mit den vorherrschenden Anforderungen korrelieren, d. h. man glaubt, der Situation nicht gewachsen zu sein, fühlt sich überfordert, klein und unbedeutend.

Das Selbstwertgefühl leidet und der Mensch fühlt sich körperlich, geistig und mental gestresst.

Der Körper schüttet Stresshormone aus und bereitet den Körper auf Flucht (nix wie weg hier) oder Kampf (Engagement…ich will mehr davon) vor. Wenn beide Aktionen keinen Erfolg mehr versprechen, fällt der Organismus zusammen: er gibt auf, was sich in Depressionen, Panik, Schockzuständen und dem Burnout widerspiegelt.

Was passiert, wenn der Flucht-Kampf-Mechanismus aktiviert wird?

Stress wird zunächst als Stimulus wahrgenommen. Unser Körper bereitet uns auf die bevorstehende Reaktion vor, auch wenn diese nur im Kopf stattfindet vor. 

Ausschüttung von Adrenalin, Cortisol und anderen Stresshormonen

In Stresssituationen schüttet der Körper neben Adrenalin und Noradrenalin auch das Hormon Cortisol aus, das unseren Organismus evolutionsbedingt auf Kampf oder Flucht vorbereiten soll. 

Stimulierung des Sympathikus

Der Sympathikus – ein Teil des vegetativen Nervensystems sorgt für mehr Muskelanspannung, Beschleunigung von Herzschlag, Erhöhung des Blutdrucks sowie der Atemfrequenz. Eine vermehrte Schweißabsonderung sorgt für eine präventive Kühlung des Körpers.

Verlangsamung des Parasympathikus

Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus. Er reduziert die Verdauung und vermindert die Ausscheidung.

Verlangsamung der Immunabwehr

Alle verfügbare Energie muss jetzt für das “Überleben” investiert werden, daher werden Bakterien, Viren oder freie Radikale vorübergehend nicht mehr bekämpft. Wir werden infektionsanfälliger oder fühlen uns nach einem stressigen Tag wie gerädert.

Verlangsamung von Reparaturarbeiten

Da sich der Körper auf Flucht oder Kampf einstellt, werden auch Reparaturarbeiten eingestellt, wodurch Wunden langsamer heilen und der Körper sich nicht mehr so schnell erholt.

Reduzierung der Aufmerksamkeit auf das Bedrohliche

Wir haben einen Tunnelblick und übersehen dadurch leicht Gefahren z. B. im Straßenverkehr, da unsere Konzentrationsfähigkeit nachlässt, wodurch die Unfallgefahr steigt.

Was führt zum Stress-Syndrom?

Das Stress-Syndrom 

  • Unsicherheit im Beruf

  • Ständige Über- oder Unterforderung

  • Mangelnde Anerkennung im Beruf oder in der Partnerschaft

  • Das Gefühl, dass nie genug da ist, dass es nie reicht

  • Das permanente Gefühl, dass es sowieso egal ist, was man macht

  • Fortdauernder Leistungsdruck…besser, weiter, schneller

  • Entfremdung zur Arbeit – keinen Sinn mehr darin sehen

  • Fehlende Loyalität zum Arbeitgeber

  • Mangelnder Freundeskreis, wenig soziale Kontakte

  • Rigides Wertesystem (bis dass der Tod uns scheidet)

  • Starre Glaubenssätze (erst die Arbeit, dann das Vergnügen)

Die Stufen des Stress-Syndroms

  1. Einfache Aktivierung des Flucht-Kampf-Mechanismus

  2. Dauernde Muskelverspannungen, falsche Atemgewohnheiten

  3. Muskelschmerzen, Schmerzen insbesondere in Schultern, Nacken und unterem Rücken

  4. Man fühlt sich geistig müde, erschöpft, ausgelaugt, ist leicht reizbar, alles wird einem zuviel

  5. Durch Einengung der Aufmerksamkeit reduziert sich die Fähigkeit, kreative Lösungen zu finden

  6. Organische Probleme: „Klassisch“ Magengeschwüre, Verstopfung, Bluthochdruck, Kopfweh

  7. Viele Krankheiten werden durch Stress verursacht oder begünstigen diese, z.B. Krebs, Allergien, alle Verdauungsprobleme, Hautkrankheiten, Immunschwäche. Erkältungen, Grippe u.v.m.

  8. Nervenzusammenbruch, Burnout-Syndrom, körperlicher Zusammenbruch

  9. Tod

Lust auf Relaxte Impulse?

Dann hol’ Dir meine 33 Tipps!

Die 3 Säulen der Stresskompetenz

Instrumentelle Stresskompetenz

Anforderungen aktiv angehen

  • Fortbildungen besuchen,

  • Gespräche führen,

  • soziale Netzwerke aufbauen,

  • lernen auch mal „Nein“ zu sagen

  • Grenzen setzen

Mentale Stresskompetenz

Förderliche Einstellungen erwerben

  • Die Realität annehmen lernen

  • Anforderungen konstruktiv bewerten

  • Überzeugung der eigenen Kompetenz stärken

  • Stressverstärkende Einstellungen reduzieren

Regenerative Stresskompetenz

In der Freizeit Ausgleich suchen

  • Aktivitäten die Spaß machen, aber keine Aufregungen und kein Leistungsdruck

  • Erholung aktiv gestalten (Pausen, Schlaf, Urlaub)

  • Genussfähigkeit wieder aktivieren

  • Körperlich und mental entspannen lernen

  • Sport und Bewegung

Alles Liebe.

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