Liebst Du Dich? Ich meine so mit allem Drum und Dran? Du musst überlegen? Es breitet sich Unsicherheit in Dir aus? Fallen Dir womöglich viele: „Naja’s“ oder „So-einfach-ist-das-nicht-zu-beantworten“ oder „Ich bin doch kein Egoist“ ein?

Das Problem mit der Selbstliebe

Gute Nachrichten: Mit dieser Skepsis bist Du nicht allein. Denn „Selbstliebe“ zu entwickeln gehört mit zu den größten Herausforderungen von Menschen der sog. „Industrienationen“.

Andere Menschen aus anderen, weitaus ärmeren Kulturkreisen, haben es da oft bedeutend „einfacher“, denn sie haben ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht ständig fragen:

Bin ich gut genug? Bin ich das wert?

Was werden andere von mir denken?

Ich darf keine Fehler machen… etc. .

Sie leben nicht ständig in der Angst, etwas zu verlieren, was sie sich mühsam angespart oder in materiellem Sinne er-arbeitet haben.

Wie gesagt: Sie haben andere Probleme!

Leider ist Selbstliebe kein Schulfach und wird daher auch nicht gelehrt. Wenn wir Glück hatten, haben uns unsere Eltern in Sachen Selbstliebe unterrichtet oder es selbst vorgelebt. Doch die meisten haben ganz andere Erfahrungen gemacht. Oft sah ihre Wahrheit nämlich folgendermaßen aus: 

„Wenn Du gute Noten nach Hause bringst, dann haben wir Dich lieb!“ „Wenn Du erstmal XY geschafft hast, dann bist Du was wert!“ „Erst wenn Du, dann…!“

Selbstliebe oder Egoismus?

In unserer Gesellschaft wird Selbstliebe oder Eigenliebe oft mit Egoismus verwechselt.

Egoismus wird so gar nicht geschätzt.

Dabei beinhaltet jede Form der Selbstliebe eine gesunde Form des Egoismus.

Und Selbstliebe hat auch nichts mit Selbstsucht oder Narzissmus zu tun. Ein Narzisst kreist permanent um sich selbst und hat große Angst davor, enttarnt zu werden. Er hat ständig das Gefühl, sich bzw. sein EGO schützen zu müssen. Daher verhält er sich oft großspurig, herrisch, egozentrisch oder wichtigtuerisch. Doch dahinter steckt ein ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl.

Deshalb ist er (noch) vollkommen unfähig, sich selbst zu lieben.

Oder wie es Erich Fromm einmal ausdrückte: „Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben.“

Self Care lieben

Doch es gibt ein „neueres“ bzw. moderneres Wort für Selbstliebe, das alle Formen und Unterarten der Liebe zu sich selbst beinhaltet. Und mit dem die meisten besser klar kommen bzw. eher einen Zugang zur Selbstliebe finden: Das Wort heißt SELF CARE.

SELF = Selbst und CARE = pflegen, sorgen, kümmern…!

Ich liebe dieses Wort, denn es drückt aus, wie ich mit mir selbst und anderen umgehen möchte: bewusst, respektvoll und wertschätzend oder… Human, Ehrlich, Liebevoll, Dankbar.

Vielleicht willst Du ja auch damit beginnen, ein echter und wahrhaftiger SelfCare-H.E.L.D. zu werden?

Dann lies Dir die folgenden Zeilen durch, die Charly Chaplin anlässlich seines 70. Geburtstags 1956 verfasst hat. Du kennst dieses Gedicht sicherlich, aber zum Auftakt des Jahres der Selbstliebe (das habe ich jetzt einfach mal so beschlossen;), möchte ich Dir diese wohltuenden Worte hier noch einmal vor Augen führen, auf dass sie vom Verstand in Dein Herz dringen.

Übrigens musste Charly Chaplin 70 Jahre alt werden, um diese Weisheit zu begreifen.

Vielleicht schaffen wir es ja früher.

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Als ich mich selbst zu lieben begann…

Charlie Chaplin – vorgetragen an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1956

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man AUTENTHISCH-SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war, auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt man RESPEKT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, dass nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und das alles, was geschieht, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt man SELBSTVERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man BESCHEIDENHEIT

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: DAS IST das Leben! 

         

Du kannst Dir das Gedicht hier als PDF in DIN A 4 – kompakt auf 1 Seite – herunterladen… und wenn Du magst, es an Deinen Kühlschrank (oder woanders) hängen, damit Du Dich ständig dran erinnerst.;) Bei mir hängen solche Sachen immer an Türen;)

Und wenn Du ein bisschen Gemeinschaftsfeeling oder was zur Motivation und Stärkung Deines Selbst brauchst, weil Du mal wieder denkst, dass Du doch nichts bewegen oder ändern kannst, dann hier nochmal die Abschlussrede von Chaplin aus seinem Film „Der große Diktator“ mit Musik und rührenden Bildern hinterlegt. Taschentücher bereit halten. Ich muss da jedes Mal heulen!

Hier geht’s zum Video auf YouTube.

Ich freue mich sehr, wenn Du mir hier Deine Meinung zur Selbstliebe schreibst und einen Kommentar hinterlässt.

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