Hier erfährst Du, warum das mit dem Multi-Tasking nicht wirklich funktioniert und warum es mehr auf Achsamkeit ankommt!

Hast Du Lust auf eine kleine Übung? Dann los …

Fixiere bitte für ca. 3-5 Sekunden das schwarze Kreuz? Keine Sorge, es passiert nichts Schlimmes 😉

 

 

… Und was ist passiert?

Hast Du bemerkt, dass der Quader plötzlich seine „Position“ verändert hat bzw. Du plötzlich eine andere Ansicht auf den Quader hattest?
Toll, was? Und nun versuch mal, beide Ansicht gleichzeitig zu sehen?
Das geht nicht? Genau!

Und genau aus diesem Grund geht „echtes“ Multitasking im wahren Leben auch nicht. Es ist hirnphysiologisch schlichtweg nicht möglich.

Du kannst immer nur eine Sicht zu einer Zeit sehen – oder eben abwechselnd mal das eine, mal das andere.

Aber was ist Multitasking eigentlich?

In der Psychologie versteht man unter Multitasking, die Ausführung zweier oder mehrerer Aufgaben ( = Task) zur selben Zeit oder abwechselnd in kurzen Zeitabschnitten.

In unserem Gehirn laufen permanent viele Prozesse gleichzeitig ab.
Aber das geschieht unbewusst.

Wir haben zum Beispiel keine Probleme beim Gehen zu sprechen oder wenn wir telefonieren, die Hände dazu zu bewegen.

Das geht aber nur, weil wir uns bei diesen Tätigkeiten keine Gedanken machen, also das Großhirn nicht dazu schalten müssen.

Zum Beispiel beim Autofahren.

Wir haben hunderte von Malen denselben Vorgang geübt:

Kuppeln, Schalten, Gas laaaangsam kommen lassen … Kuppeln, Schalten, Gas laaaangsam kommen lassen …
Außer Du fährst mit Automatik;)

Sobald wir für etwas die bewusste Aufmerksamkeit der „Geschäftsleitung“ (unserer Großhirnrinde) brauchen, zum Beispiel, wenn wir mit einer Freundin telefonieren, ihr zuhören, antworten und gleichzeitig den Geschirrspüler ausräumen, dann steigt die Fehlerquote und unser Aufmerksamkeit schwindet in einem Bereich.

Das kann dann dazu führen, dass die Freundin plötzlich sagt: „Heyyyy? Hörst Du mir überhaupt zu?“

Übrigens: Dass Frauen die besseren Multi-Tasker seien, konnte bisher wissenschaftlich leider nicht belegt werden. Schade!;)

Echtes Multitasking ist daher eine Illusion.
So gerne viele auch auf ihrer Fähigkeit beharren mögen. Für anspruchsvolle Tätigkeiten müssen wir unser Großhirn benutzen und das Hirn schafft eben nur eine Tätigkeit zu einer Zeit und nicht mehrere gleichzeitig parallel.

 

Multitasking ist out – Achtsamkeit ist in

Mit Multitasking lässt sich auch keine Zeit einsparen.

Denn die Fehler, die sich durch das Multitasking einschleichen haben, müssen später, beim bewussten Check-up wieder ausgebessert werden.

Und das kostet Zeit. Mehr Zeit, als wenn wir uns von Anfang an nur auf eine Tätigkeit konzentriert hätten.
Also immer ein Schritt nach dem anderen und nicht zwei auf einmal.
Dann klappt’s auch mit der Zeit.

Dann kannst Du Dich mehr in Achtsamkeit üben:
dem Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments ohne diesen zu bewerten.

Und dieser eine Moment dauert ungefähr 3 Sekunden.

Auch das haben Hirnforscher herausgefunden.

Dass unser Gehirn die Gegenwart in einer Zeitspanne von ca. 3 Sekunden erfasst.

Danach ist alles wieder Vergangenheit.

Auch sog. „Kippfiguren“ wechseln nach ungefähr 3 Sekunden.
Das bedeutet, dass Alles, was wir vermeintlich ganz „bewusst“ erleben, worauf wir also unsere Aufmerksamkeit mit voller Bewusstheit richten, nur 3 Sekunden dauert. Das ist unsere „subjektive Gegenwart“: das JETZT!

Aber immerhin. Wow! 3 Sekunden volle Konzentration auf die Gegenwart. Das musst Du erstmal hinkriegen. Und die 3-Sekunden-Spanne lässt sich sogar ausdehnen … Wir machen gleich mal den Test oder die Probe auf’s Exempel!

Konzentriere Dich bitte 3 Sekunden lang nur auf Deinen Atem.
Auf nichts anderes!
Zeit läuft …
Und? Hat’s geklappt? Ja bestimmt! Super!

Nun steigerst Du Dich und machst aus 3 Sekunden ganze 3 Minuten.
Konzentriere Dich bitte 3 Minuten lang nur auf Deinen Atem. Auf nichts anderes!
Und? Hat’s geklappt? Vermutlich nicht.

Da haben sich innerhalb dieser 3 Minuten wieder so andere Gedanken eingeschoben. So Gedanken an das Essen am Abend oder die Terminliste oder das gestrige Gespräch oder was Du morgen noch einkaufen möchtest oder Meinungen über Dich und andere oder ….

Aber mach’ Dir nichts draus! Das ist alles Übungssache. Denn Achtsamkeit oder Gegenwartsbewusstsein lässt sich trainieren.
Jeden Tag eine kleine Übung und Du bemerkt nach 1-2 Wochen schon die ersten merkbaren Fortschritte.
Meine Lieblingsübung ist hierbei das Atemrunterzählen von 10 -0.
Hier die Übung. Klick einfach auf den Link.

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