Karma – was ist das eigentlich?

von Jun 23, 2019(Buddhistische) Psychologie, Achtsamkeit0 Kommentare

Frau mit Hut und Hand vor Sonnenaufgang

Du hast sicherlich schon öfters von „Karma“ gehört. Es wird mittlerweile sogar in der Werbung, als sog. „Karma-Marketing“ benutzt. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Woher stammt der Begriff „Karma“?

Das Wort „Karma“ entstammt der altindischen Sprache des Sanskrit und bedeutet dort soviel wie „Wirken“ oder „Tat“.

Laut vielen fernöstlichen Philosophien wirkt alles, was Du jemals in Deinem Leben gedacht, getan oder gefühlt hast, auf Dich zurück.

Es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Karma bedeutet aber nicht irgendeine Form von Bestrafung, sondern ist eher als eine gerechte Gesetzmäßigkeit zu verstehen. Ein logische Schlussfolgerung sozusagen.

Es geht im Leben immer um Lernen, Wachsen und mehr Mitgefühl und Liebe für sich und andere zu entwickeln.

Das erfahren wir auch aus den Informationen von Menschen, die schon einmal eine sog. Nahtoderfahrung hatten. Vielen von ihnen berichten, dass sie sich ihr eigenes Leben einmal anschauen mussten bzw. sollten.

Sie schlüpften dabei sogar in die Rolle des Gegenübers, und erlebten und fühlten, wie ihre Aussagen oder Taten beim anderen angekommen waren, also wie dieser sich dabei gefühlt hatte. Besser kann man nicht lernen!

Du kennst das auch aus dem Sprichwort: „Wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es zurück.“ oder „Was Du nicht willst, dass man Dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu!“

 

 

Karma verstehen

Zugegeben: Das Prinzip des Karma zu verstehen und für sich zu nutzen, ist nicht ganz leicht.

Im Buddhismus zum Beispiel kann Karma vieles zugleich sein.

Der Dalai Lama sagt in seinem Buch „Der Weg zum Glück“:

„Manche Menschen missverstehen das Konzept vom Karma. Sie interpretieren die Lehre so, als sei alles vorherbestimmt, als gäbe es nichts, was der Einzelne daran ändern könnte. Der Ausdruck Karma oder Handlung steht für eine aktive Kraft; es bedeutet, dass zukünftige Geschehnisse in unseren eigenen Händen liegen.“

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Karma entfaltet sich schon in diesem Leben

Es geht also nicht nur um „das nächste Leben“, sondern Dein Karma kann sich eben auch schon in diesem Leben entfalten.

Was Du für andere Menschen tust oder eben nicht tust, hat Auswirkungen – sozial, politisch, rechtlich, menschlich und eben karmisch.
In der Bibel heißt es ja auch: Wir ernten, was wir säen! Wenn Du Apfelkerne säst, kannst Du nicht erwarten, dass da ein Birnbaum draus wird.

Karma soll Dir helfen zu wachsen. Karma soll nützen, nicht schaden.
Karma ist weder gut noch schlecht. Karma ist einfach.

 

Alles eine Frage der Absicht

Im Karma geht es immer um die dahinterliegende Absicht, also wie Deine Motive aussahen. Aus welchem Grund Du was getan, gedacht oder gefühlt hast.
Hier ein Beispiel:
Ein Mann hat ein scharfes Messer in der Hand. Er schneidet einen anderen Menschen damit, der daran verstirbt.

Was denkst Du nun darüber?
Ist das furchtbar? Unfassbar? Muss der Mann durch ein Gericht verurteilt werden?
Hmm! Jetzt kommt es auf den Kontext an: Der Mann ist ein Chirurg, der eine Operation an einem Menschen mittels eines Skalpells durchführt. Leider verstirbt der Mensch während der Operation.
Hat der Chirurg nun „schlechtes “ Karma angesammelt? Nein! Er hatte die Absicht zu helfen, nicht zu schaden. Dass es letzten Endes doch missglückt, lag nicht in seiner Hand.

 

Die Macht Der Eigenverantwortung

Karma hängt eng mit dem Wert bzw. dem Bedürfnis nach Eigenverantwortung zusammen. 

Denn wer Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen kann, ist frei.

Freiheit bedeutet hier, im Wissen zu leben, dass Du Dein Denken und Fühlen selbst bestimmst:

  • dass Du selbst dafür verantwortlich bist, was Du denkst oder fühlst und

  • dass Du die Erkenntnis in Dir trägst, dass nicht die anderen oder die Umstände für Dein Denken und Fühlen verantwortlich gemacht werden können, sondern nur Du selbst.

Eigenverantwortung heißt nicht „Was kann ich dafür?“, sondern „Was kann ich dafür tun?“.

Wir haben einen freien Willen und können uns bewusst entscheiden, was wir denken oder fühlen wollen. Auch wenn die Umstände noch so schrecklich sind, steht es mir frei, mich schrecklich zu fühlen oder mit einigem Abstand die Situation anders zu bewerten.

Wenn einem bewusst ist, dass Gefühle nur auf Bewertungen beruhen und oftmals Vergleiche mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit darstellen, dann kann man sich als frei erleben.

Ein Leben in Eigenverantwortung führt also zwangsläufig zu einem Leben gedanklicher und emotionaler Freiheit. Und zu „besserem“ Karma.

Oder anders ausgedrückt: Zu weniger Stress in Deinem Leben;)

Ich wünsche Dir eine herrliche Woche voll inspirierender Eigenverantwortung.

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